Nach der Zwischenprüfung ist es im Allgemeinen bei uns bekannt, dass man ein Azubiprojekt zu geteilt bekommt. Ein paar wurden bereits vorgestellt.

Nach dem durchlaufen einiger Abteilungen konnte ich mir einen Einblick machen welche Leitungen sehr oft getestet werden, ob mit dem alten Kabeltester oder mit einem Multimeter. Weswegen mir auch das Projekt Kabeltester anvertraut wurde. Außerdem weist unser bisheriger einige Gebrauchsspuren auf und ist schon länger ein „Auslauf-Modell“.

Mit einem Gesellen, der schon den ersten Kabeltester gebaut hatte und für den neuen einiges vorbereitet hat, machte ich mir Gedanken über Anforderungen wie die maximale Pinanzahl, die Fehlererkennung, welche Steckertypen benötigt werden und über den Aufbau.

Wir entschieden uns für ein kompaktes Gehäuse in dem die Auswerteeinheit, Anzeige und Taster zur Wahl der Funktion (Einzeln durchdrücken oder automatisch) fest installiert sind. Die Steckertypen sollten mittels Einschübe je nach Gebrauch hinzugefügt werden.

Kurz zur Funktion:

Die Einschübe werden nach dem Kabel ausgewählt. Nachdem das Kabel angesteckt ist, lässt sich zwischen zwei Abläufen wählen. Zum einen kann man Pin für Pin per Taster durchdrücken oder automatisch durch laufen lassen. Der Zähler gibt ein Signal aus, das über Verbindungsplatine und Busleitung zum ersten Einschub, über die zu testende Leitung zum zweiten Einschub und wieder über Busleitung und Verbindungsplatine zur Auswerteeinheit.

Durch eine Sieben-Segment-Anzeige wird der ausgewählte Pin vom Anfang der Leitung angegeben. Über eine LED mit welchem Pin am Ende dieser Verbunden ist. Im Falle eines Fehlers (Kurz- oder Gehäuseschluss oder fehlende Verbindung) wird das auch über LEDs angezeigt.

Für die Einschübe entwarfen wir mit EAGLE für jeden Steckertyp eine Platine, auf der von 2-poligen bis 50-poligen Stecker alles dabei war. Immer im Hinterkopf war bei mir der Gedanke, welche Pinanzahl der Stecker benötigt und benutzt werden. Weil diese Platinen sichtbar an der Außenseite des Geräts sind, bestellten wir jeweils immer zwei.

Die Verbindungsplatinen zwischen diesen und dem Anschluss zur Auswerteeinheit ätzen wir selber.

Einer der kompliziertesten Teile war die Zähl- und Auswerteeinheit. Ich musste für den korrekten Aufbau der Schaltungen die verschiedenen Bauteile verstehen. Also, wie ein Zähler funktioniert, wie ein Timer bestimmt wird oder was es mit dem Fensterkomperator, dem Herzstück des Geräts auf sich hat. Mein Kollege erklärte mir vieles, sodass ich einen ersten Entwurf erstellen konnte.

Nach einigen Tests musste ich Änderungen vornehmen. Nichts funktioniert auf Anhieb perfekt.

Alles in allem war es für mich ein interessantes Azubiprojekt, das mich sehr herausgefordert hat. Einige Male kam es zu Verständnisproblemen, letztendlich hat aber alles gut geklappt. So auch die Zusammenarbeit mit Kollegen. Ich konnte viel lernen und neues Wissen gewinnen.

kabeltester-neu

Der neue Kabeltester mit einigen Einschüben

Der neue Kabeltester mit einigen Einschüben

Einige Einschübe. Von jedem existiert jeweils noch einmal einer.

Einige Einschübe. Von jedem existiert jeweils noch einmal einer.

Oben das alte Testgerät, unten das Neue.

Oben das alte Testgerät, unten das Neue.

Dieser Beitrag wurde verfasst von Maximilian.