Nach der schriftlichen Bewerbung kam im Januar die Zusage. Ich werde für drei Wochen ein Praktikum in Helsinki absolvieren. Am Samstag den 06. Mai ging es dann los.

Zustande kam das Ganze durch die Initiative eines Lehrers der Berufsschule in Bamberg.

Er rief vor vier Jahren einen Schüleraustausch mit der Partnerschule Omnia (Hauptsitz in Espoo) ins Leben. Seitdem haben Schüler aus allen Berufsgruppen der Schule zweimal im Jahr die Chance ein dreiwöchiges Praktikum in Helsinki zu machen. Neben der Arbeit bleibt noch genug Zeit sich ein wenig umzusehen.

Also fand ich mich mit fünf weiteren Schülern der Berufsschule in Helsinki wieder.

Die ersten drei Tage waren ruhig. Wir erkundeten die Stadt (auf eigene Faust und von Omnia Schülern geführt), lernten das Berufsschulzentrum und unsere Praktikumsbetriebe kennen. Meiner ist ABB und ab Mittwoch ging es los. Eine Mitarbeiterin zeigte mir meine Aufgabe für den Rest der Woche. Da ich nur eine kleine Komponente für einen Frequenzumrichter vorfertigen muss, – Platinen festschrauben und Leitungen verlegen-, für die ich 20 Minuten brauche „schlich“ sich schnell Monotonie ein. Mit jedem weiteren Teil sank die Motivation. Auch aufgrund der fehlenden Musik im Hintergrund. Nachdem ich nachfragte, ob ich etwas anderes machen durfte, antwortete der Verantwortliche, er müsse schauen, da gerade viele Praktikanten im Betrieb seien. Diese haben anscheinend Vorrecht etwas Neues zu lernen, da sie drei Monate dort verbringen und nicht nur drei Wochen. Nun ja, ich werde es erleben.

Das Wochenende konnte ich frei nutzen. Am Freitagabend gingen einige Schüler, aus Bamberg, Koblenz und ein Schotte, in die Sauna. Den Samstag nutzte ich, um zu Fazer, einem Süßigkeiten Hersteller zu fahren. Leider war ich für eine Führung durch die Fabrik zu spät. Um in deren Shop einzukaufen allerdings genau richtig. Am Sonntag besuchte ich dann noch den Nuuksio Nationalpark. In Mitten der Natur tankte ich Ruhe und neue Kraft für die nächsten beiden Wochen.

Ich bin gespannt und guter Dinge was noch auf mich zukommt.

Melde mich bald wieder.

Verfasst von Sonja Köppel